Schlussfolgerungen aus der eukinetischen Sichtweise
· wenn ich wirklich weiter kommen will, dann muss ich eine Transformation in ein neues (von meiner Sicht aus erstrebenswerteres) System schaffen
o zunächst nur einen Schritt in eine bestimmte Richtung tun
o vermeide mehrere Schritte kurz hintereinander, bevor der erste nicht sitzt
o auch eine kleine Veränderung muss ganzheitlich sein
o sie muss stimmen, also mit ihrer neuen Umgebung ein ganzheitliches System bilden
· Beispiel: Zehnfinger-
o das einzig Wichtige ist, was auf dem Bildschirm erscheint
o nicht auf das Spiel der Finger ist zu achten, sondern auf das Schriftbild, das entsteht. Der Tausendfüßer gerät ins Stolpern, sobald er anfängt, auf seine Schritte zu achten
o ganz wie beim Klavierspielen müssen die Finger automatisch folgen (hier der Melodie, dort dem Satz)
o ein Blick auf die Tastatur lenkt nur ab. Ein richtiger Anschlag führt zum erwünschten Ergebnis, das auch sofort erkannt wird, wenn das Auge am Bildschirm bleibt. Durch die unmittelbare Rückkopplung wird der Erfolg bestätigt, die Positionen der Tasten und die richtigen Fingerhaltungen prägen sich dadurch automatisch ein
o jeder Rückfall, destabilisiert die neue Fertigkeit
· der Blick nach vorne ist entscheidend. Zurückblicken kann bestätigen, wenn damit nicht nostalgische Träumerei, sondern Stolz auf das Erreichte und den zurückgelegten Weg verbunden ist. Wichtig aber ist auch, dass auch immer die ganze Umgebung eingebunden wird. Das Neue muss sich auch ein geeignetes Umfeld schaffen.
· Das Neue willkommen heißen, das Alte bedanken, die neue Umwelt annehmen und sich einbringen. So findet man die neue Heimat, bis man auch aus dieser wieder hinauswächst. Die alten Töne können in der neuen Melodie mitschwingen, wenn sie diese nicht stören. Was aber nicht passt, soll auch nie wieder angestimmt werden.
· Heimweh nach der alten Heimat ist zerstörerisch. Denn die alte Heimat gibt es nicht mehr. Selbst wenn der Auswanderer die Schiffe nicht hinter sich verbrennt, er kann nicht zurück, denn die alte Heimat gibt es nicht mehr, auch sie hat sich gewandelt. Heimweh darf man nur nach der neuen Heimat haben, die erst zu schaffen ist.