Eukinetische Erklärung der Energiebahnen

 

In der chinesischen Heilkunde geht man davon aus, dass den Körper Bahnen (Meridiane) durchziehen, auf denen als Knoten die Akupunkturpunkte liegen. In den Bahnen strömt im Idealfall ungehindert die Lebensenergie Qi. Kommt es durch eine Krankheit zu einer Störung in diesem Fluss, kann dieser durch Reizung der damit verbundenen Akupunkturpunkte wieder in Gang gesetzt und die Krankheit so geheilt werden. Im Gegensatz zu den Leitungsbahnen für das Blut (die Blutgefäße) oder für die Lymphe (Lymphbahnen) sind die das Qi leitenden Meridiane nicht direkt sichtbar und eher als gedachte Linien zu verstehen.

Diese durch Knoten gegliederten Leitungsbahnen kann man als Abbildungen von Schwingungsmuster interpretieren. Der Fluss des Qi entspricht einer weitgehend ungestörten Schwingung entlang eines Meridians. Damit eine solche Schwingung aufrecht erhalten werden kann, müssen alle Organe entlang der entsprechenden Bahn normal mitschwingen können. Ist ein Organ nicht voll funktionsfähig wird die ganze Schwingungsform (der Fluss des Qi) gestört. Wie in jedem Resonanzsystem wirken nicht nur die Funktionen der Organe auf das Schwingungsmuster, sondern umgekehrt regt eine intakte Schwingung auch die richtige Funktion aller auf der Bahn liegenden Gewebe an. Durch eine gezielte Einwirkung (z.B. durch Stechen in der Akupunkturzone, durch Schröpfen oder andere Anwendungen) kann man das System wieder zum Schwingen bringen und damit das erkrankte, nicht richtig funktionierende Organ anregen, wieder in seiner gesunden, natürlichen Weise zu arbeiten und sich so in das vorgegebenen Wellenmuster einzugliedern.

Heilung bedeutet so gesehen nichts anderes als eine Normalisierung der natürlichen Schwingungsmuster im Körper. In einem gesunden Körper sind alle Schwingungsformen resonanzfähig. Die feinstofflichen Schwingungen können auch mit den rhythmischen Bewegungen in Resonanz treten. Jeder Körper ist mit seinen Eigenfrequenzen am besten „vertraut“, weil diese besonders stark auftreten. Aus diesem Grund stimmen sich alle Schwingungsmuster auf die Eigenfrequenzen ein. Führt man eine rhythmische Körperbewegung mit der ihr gemäßen Eigenfrequenz aus, so stimmen auch die anderen Schwingungen des Körpers ein. Es ist wie beim Stimmen der Instrumente vor einem Konzert. Der Konzertmeister stimmt den Ton an, alle anderen Instrumente stimmen sich darauf ein. Sie ändern ihre Tonlage ihres Instruments so lange, bis keine dissonanten Schwebungen mit dem Stimm-Ton mehr entstehen.

In einem gesunden, vitalen Körper sind alle Organ- und Gewebeaktivitäten auf einander abgestimmt, wie die Musikinstrumente in einem Orchester. Wenn sich ein Organismus gesund entwickelt und wächst, dann stimmen sich alle seine Funktionen aufeinander ab. Dieses erstaunliche Orchester ist extrem vielseitig, es kann die differenzierteste Musik spielen. Dabei sollten die Dissonanzen allerdings nur kurzzeitig als Übergang zwischen harmonischen Sätzen auftreten, damit sich der Klangkörper wieder stabilisieren kann. So wird auch uns in Stress-Situationen ein fremder Rhythmus von außen aufgezwungen, der nicht mit unseren eigenen Frequenzen harmonisiert. Diese Dissonanz empfinden wir als Spannung, die uns antreibt, eine gedeihlichere Umgebung zu erreichen, auf die wir uns besser einstimmen können.

 

 

Grundlagen der Eukinese