Happycure-
Zähme deinen inneren Schweinehund.
Du hast dir eine bestimmte Arbeit vorgenommen, aber du verschiebst sie immer wieder. Du bist nicht schuld, schuld ist dein innerer Schweinehund.
Du wolltest heute ganz einfühlsam mit deinem Partner (deiner Partnerin) umgehen, aber du bist bei der ersten kleinen, eigentlich bedeutungslosen Meinungsverschiedenheit wieder explodiert. Du bist nicht schuld, schuld ist dein innerer Schweinehund.
Du wolltest den gestrigen Abend eigentlich produktiv verbringen, stattdessen bist du vor dem Fernseher versauert und hast dich über die enttäuschende Sendung geärgert. Du bist nicht schuld, schuld ist dein innerer Schweinehund.
Wenn du einigermaßen selbstkritisch bist, kennst du zahllose Beispiele für persönliches Versagen. Aber du bist nicht schuld, schuld ist dein innerer Schweinehund.
Natürlich bist du an alldem selber schuld. Aber es ist sehr viel leichter nur einen kleinen Teil der eigenen Persönlichkeit (den inneren Schweinehund) für das Fehlverhalten verantwortlich zu machen und diesen Teil seiner selbst zu erziehen.
Selbsterziehung ist alles andere als eine leichte Übung, daher dürfen wir auch mit den Forderungen an uns selbst nicht überziehen. Wir können uns aber schon an kleinen Verbesserungen freuen. Wenn wir uns bis jetzt für ein bestimmtes Verhalten eine Vier geben mussten, ist eine Drei schon eine Leistung. Wie erziehst du deinen inneren Schweinehund?
Gehe mit ihm um, wie mit deinem Haushund. Dieser ist seiner Natur wohl immer noch ein Raubtier, aber meistens ist er ganz zahm und folgt dir aufs Wort. Denn du hast ihn einfach abgerichtet, mit Leckerli oder Fleischwurst. Fallweise musste er auch geschimpft werden, aber nicht zu oft und zu stark, damit er nicht das Grundvertrauen in seinen Herrn verliert. Vor allem ist viel Geduld erforderlich, denn jeder Fortschritt ist nur in vielen kleinen Schritten erreichbar.
Ob du es wahrhaben willst oder nicht, dein innerer Schweinehund tickt nicht anders. Wenn er gelobt wird, hat er ein gutes Gefühl, das sein Verhalten bestätigt.
Lobe dich für alles, was du richtig gemacht hast. Eigenlob stinkt nicht, wenn man es für sich behält. Also bestätige dich immer wieder: „gut so“, „toll gemacht“, „es geht ja“, „weiter so“...
Vergönn Dir immer sofort eine Belohnung, wenn du etwas Unangenehmes geschafft hast. Dann darf es schon etwas mehr sein als ein einfaches Lob. Zum Beispiel mach mal eine kleine zusätzliche Pause, höre ein schönes Musikstück, gönne dir je nach Geschmack ein Stück Schokolade oder einen Bismarckhering. Erfüll dir einen mehr oderweniger lang gehegten Wunsch.

